Ressourcen für KI Regierungsführung
Aufbau eines prüffähigen KI-Systeminventars für Enterprise Compliance
Regulatorische Compliance über mehrere Rechtsordnungen hinweg erfordert vollständige Transparenz über jedes eingesetzte KI-Modell, jede automatisierte Entscheidungs-Engine und jede API-Schnittstelle im Unternehmen.
AI Governance
AI Inventory
Audit Readiness
Compliance
Regulatorische Compliance über mehrere Rechtsordnungen hinweg erfordert vollständige Transparenz über jedes eingesetzte KI-Modell, jede automatisierte Entscheidungs-Engine und jede API-Schnittstelle im Unternehmen. Ein umfassendes, prüffähiges KI-Systeminventar bildet die unverzichtbare Grundlage für die Einhaltung des EU AI Act, die ISO 42001-Zertifizierung und weitere internationale Governance-Vorgaben.
Datenstruktur für ein unternehmensweites KI-Register
Um den technischen Dokumentations- und Rechenschaftspflichten von Aufsichtsbehörden gerecht zu werden, darf ein KI-Inventar keine statische Tabelle sein. Es muss als dynamisches, maschinenlesbares Register geführt werden:
1. Systemidentität und Herkunft
- Eindeutige Systemkennung: Interne Register-URN und operativer Name.
- Systemverantwortlicher und technischer Leiter: Benannte Personen mit Freigabeberechtigung.
- Bereitstellungsmodell: Intern trainiertes Modell, feinabgestimmtes Open-Source-Modell oder externe kommerzielle API (z. B. Azure OpenAI, Anthropic).
- Modellversion und Herkunft: Commit-Hash, Basismodell-Checkpoint und Versions-Tag.
2. Operativer Kontext und Verwendungszweck
- Geschäftsfunktion: Konkreter Prozess (z. B. automatisierte Lebenslaufprüfung, Betrugserkennung, Kundenservice).
- Zielgruppe: Interne Mitarbeiter, Geschäftskunden oder Endnutzer in regulierten Märkten.
- Autonomiegrad: Vollautomatisiert, mit menschlicher Freigabe (Human-in-the-Loop) oder mit nachträglicher Übersteuerungsmöglichkeit (Human-on-the-Loop).
3. Regulatorische Einstufung und Pflichten
- EU AI Act-Kategorie: Verboten (Art. 5), Hochrisiko (Anhang III), Allzweck-KI (Kapitel V) oder Minimales Risiko.
- Sektorale Vorgaben: Relevante Rahmenwerke wie DORA, MDR, HIPAA oder ISO 42001.
- Geografischer Geltungsbereich: Einsatz in der EU, den USA, Großbritannien oder weiteren Regionen.
4. Kontrollen und Prüfnachweise
- Risikobewertung: Verknüpfung zu Auditberichten und Risikobehandlungsplänen.
- Datenherkunft: Dokumentation der Herkunft von Trainings-, Validierungs- und Abrufdaten.
- Kontinuierliche Telemetrie: Direkte Anbindung an Drift-Warnungen, Vorfallprotokolle und manuelle Übersteuerungen.
Automatisierung des Inventarisierungsprozesses
Manuelle Register veralten schnell. Führende Unternehmen scannen Code-Repositories in CI/CD-Pipelines, erfassen Modellaufrufe über zentrale KI-Gateways und lösen bei Änderungen von System-Prompts oder Modellversionen automatisch Prüfprozesse aus.